Hohe Reichweite und das ohne Tempo-Verlust: So bewirbt Netgear sein neues Komplettsystem, welches auf den Namen „Orbi“ hört. Aber kann das funktionieren?

Wir haben es für Sie getestet:

Der Netgear Orbi ist das erste Mesh-System aus dem Hause Netgear und soll das lästige Problem mit dem Teilweise schlechten bis gar nicht vorhandenen WLAN Empfang ein für alle Mal lösen.

Doch wie funktioniert das ganze überhaupt?

Den Netgear Orbi gibt es in verschiedenen Ausführungen, abhängig von der gewählten Ausführung bekommt man zum ine höhere Datenrate und auch eine höhere Abdeckung geboten. Das von uns getestete Modell bietet eine Übertragungsrate von bis zu 3000 Mbit/s und hat eine Abdeckung von ca. 250 m². Somit sollte es für Abdeckung einer durchschnittlichen Wohnung ausreichen.

Im Lieferumfang des Netgear Orbis befindet sich abseits vom Router und Repeater noch ein Netzwerkkabel, Stromkabel und eine Bedinungsanleitung.

Allerding hat sich Netgear bei der Kommunikation zwischen Router und Repeater etwas Besonderes einfallen lassen. Der Router spannt nämlich nicht nur ein oder zwei WLAN-Netze, sondern gleich drei: Und das schnellst davon dient einzig und alleine der Kommunikation zwischen dem Router und seinem Satelliten (Repeater). Dadurch garantiert das System, auch bei mehreren Verbindungen durch diverse Geräte wie z.B. Laptops, Smartphones, Smart-TVs oder Tablets, eine stets stabile Verbindung. Hierbei bietet der Router den Endgeräten zwei Möglichkeiten: ältere Geräte können sich über eine WLAN-N-Verbindung mit bis zu 400 Mbps (2,4 Gigahertz) mit dem Router Verbinden, neue Geräte können außerdem auf das WLAN-AC-Funknetz mit bis zum 866 Mbps (5 Gigahertz) zugreifen.

Die Geschwindigkeit und Reichweite:
Um die WLAN Geschwindigkeit zu testen haben wir den Orbi Router direkt per 1 Gbit-LAN mit der Fritz!Box verbunden. Der Satellit stand drei Zimmer weiter. Getestet wurde einmal die Geschwindigkeit beim Datentransfer innerhalb des Netzwerks, sowie die Internetgeschwindigkeit mit einer 120 Mbps Unitymedia Leitung.
Die Geschwindigkeit unmittelbar in der Nähe des Routers war kaum überraschend: Wir hatten eine Downloadgeschwindigkeit von 120 Mbps und eine interne Übertragungsgeschwindigkeit von 450 Mbps. Auch ein paar Räume weiter war die Verbindung zwar messbar schlechter, jedoch ohne Auswirkungen auf die Geschwindigkeit. So erreichten wir immer noch 105 Mbps Download und 420 Mbps Datenübertragung innerhalb des eigenen Netzwerkes.

Aber wie ist es, wenn ich im Sommer draußen ein paar Serien gucken oder surfen möchte?
Das WLAN der Fritz!Box war draußen gar nicht mehr zu finden, anders hingegen das Netzwerk des Orbis. Auch außerhalb des Hauses war die Geschwindigkeit zwar messbar langsamer, in der Praxis jedoch kaum bemerkbar. So hatten wir etwa einen 100 Mbps Download und eine interne Datenübertragung von 400 Mbps.

Somit steht dem Surfen im Garten nichts mehr im Weg.

Die Einrichtung:
Doch bevor man das Flächendeckende WLAN Mesh-System von Netgear nutzen kann muss man es erst einrichten.

Die Einrichtung ist dabei kinderleicht:

Laden Sie sich einfach die Netgear Orbi App auf Ihr Tablet oder Smartphone, diese führt Sie in einfachen Schritten durch die Installation. Und schon sind Sie fertig!

Natürlich lassen Sie die Satelliten auch alternativ ohne App einrichten:

Hierzu verbinden Sie sich einfach mit dem neuen WLAN (Orbi). Danach öffnen Sie einfach einen Webbrowser an Ihrem Computer oder Smartphone, der bzw. das mit Ihrem Orbi Netzwerk verbunden ist und navigieren zu  http://orbilogin.com . Nun erscheint eine Anmeldeform, dort geben Sie den Benutzernamen und das Kennwort Ihres Orbis ein.

Hinweis:
In der Standardkonfiguration lautet der Benutzername admin und das Kennwort password.


Aber Achtung: Im Standartmodus baut der Orbi ein eigenes Netzwerk auf, wodurch sich ggf. Geräte die direkt an dem Standardrouter angeschlossen sind nicht erreichen. Damit dies wieder funktioniert können Sie entweder sämtliche Geräte im Netgear System anmelden, oder Sie ändern den Betriebsmodus auf Access Point.  Wer sich den Aufwand sparen möchte kann auch das WLAN seines alten Routers deaktivieren, da dies durch das neue Orbi-System sowieso nicht mehr benötigt wird. Wenn Sie den Namen des Orbi-WLANS zu dem Ihres bestehenden WLAN-Namens ändern und auch das alte Kennwort für das Orbi-Netzwerk vergeben, sparen Sie sich das umstellen aller WLAN Geräte.

Die Anschlüsse und Signal-LEDs:
Um den richtigen Standort des Satelliten zu finden gibt es eine Farbige LED. Leuchtet sie blau ist der Standort perfekt und der Satellit arbeitet mit maximaler Geschwindigkeit, leuchtet sie gelb besteht zwar eine Verbindung zum Router, die Geschwindigkeit ist jedoch eingeschränkt. Leuchtet die Signal-LED Rot ist der Satellit zu weit vom Router entfernt, es kann keine Verbindung aufgebaut werden.

Zu den Anschlüssen:
Jeder Satellit verfügt über Netzwerkbüchsen für Kabelgebundene Geräte, wie z.B. eine Playstation. Außerdem besitzt der einen USB-2.0-Port.
Bei dem Router dient einer der Netzwerk-Ports zum Anschluss eines externen Modems oder des bereits vorhandenen Routers. Der Router besitzt kein eigenes Modem!


Unser Fazit:
Im Punkt Geschwindigkeit ist der Netgear Orbi den meisten Repeatern haushoch überlegen. Die meisten Repeater haben nur ein WLAN, dieses teilen sie sich dann einerseits für den Datenaustausch mit dem Router und anderseits mit den Endgeräten, dadurch halbiert sich das Tempo. Anders beim Netgear Orbi, dieser besitzt eine eigene Verbindung zum Datenaustausch mit dem Router und zwei zur Verbindung mit den Endgeräten. Auch die Abdeckung des Netgear Orbis ist super, man hat nahezu überall vollen Empfang. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, können Sie einfach einen weiteren Satelliten zur Erweisung des Netzwerks kaufen.

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Testergebnis: Gut

Vorteile: Nachteile:
+ Hohe Reichweite und Geschwindigkeit – Keine Datenpriorisierung
+ Einfache Bedienbarkeit – Umständliche Kindersicherung
+ Einfach Erweiterbar
+ Unterstützung alle gängigen WLAN Standards